Digitale Textsouveränität für alle (DigiText4all)

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Digitale Textsouveränität ist eine Schlüsselkompetenz des 21. Jahrhunderts. Denn alle Operationen im Internet erfolgen auf Basis bzw. in Form digitaler Texte. Diese besitzen rezeptiv wie produktiv stets eine Doppelcodierung:

  1. Die Ebene des literal, piktoral, auditiv, audiovisuell bzw. hypermedial kodierten digitalen Textes, der semiotisch-semantisch an der Oberfläche eines Interfaces (i.d.R. ein Display) für Rezipient*innen und Produzent*innen sichtbar erscheint.
  2. Die Ebene des binär codierten Quelltextes, der für die algorithmische Verarbeitung konzipiert ist und i.d.R. für Rezipient*innen und Produzent*innen digitaler Texte unsichtbar bleibt.

Der kompetente Umgang mit dieser Doppelkodierung digitaler Texte ist ein zentrales Element digitaler Textsouveränität. Hinzu kommt die rezeptive und produktive Nutzung und Reflexion damit verbundener Phänomene wie Hypermedialität, Sym-medialität, Polymodalität, Interaktivität oder Konnektivität. Im DigiText4all-Projekt entsteht im NBP ein innovatives und evidenzbasiertes Lehr-Lern-Angebot für schulische wie außerschulische Kontexte zum systematischen Aufbau digitaler Textsouveränität. Das Spektrum umfasst fiktionale polymodale Texturen (z.B. zu Goethes ‚Faust‘, Kästners ‚Emil‘ oder dem Film ‚Matrix‘), nicht-fiktionale polymodale Texturen (z.B. Webseiten, Social-Media-Beiträge, Tweets, YouTube-Tutorials) und  Phänomene wie Fake News, digitale Wahlmanipulationen oder Influencer-Marketing.

 

Projektleitung:

Prof. Dr. Volker Frederking (Deutschdidaktik, Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg),

Förderzeitraum: 18.10.2021-17.3.2022 (mit der Option zur Verlängerung um 2 Jahre)